Mitschnitt vom 14.02.2004 im Kulturzentrum in Graz
Christentum und Karma
Peter Györfy: Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Nach-mittag. Sie haben ja doch von weit hergefunden. Viele wissen ja doch nicht, was sich gehört, sondern was sie brauchen. Was man für sich selber nötig hat. Heute wird nicht nur der Fredy sprechen, sondern auch die Johanna zu euch mal was sagen. Ich für meinen Teil möchte heute nur sagen, das was mir passiert ist, ich bin eigentlich mit der Einstellung hergekommen, ich bin eigentlich zu müde und nicht so gut darauf. Und habe mir gedacht, ich lasse zuerst Frau Professor Wünsch was reden. Und da habe ich mir gedacht, siehst du, du bist eigentlich mit der falschen Einstellung hergekommen ja und nicht mit der Richtigen. Gröning hat einmal gesagt: „Meine Lieben, wenn ich in eine Gemeinschaftsstunde komme, bin ich immer eingestellt. Was wäre, wenn ich nicht darauf konzentriert wäre, auf das Göttliche, dann könnte ich euch nichts sagen!“ So gesehen, sollte jeder mal über sich nachdenken, mit welcher Einstellung kommt er eigentlich her? Ist er wirklich darauf konzentriert, auf das, was er hier bekommt? Oder gehen ihm doch abertausende Dinge durch den Kopf, die mit diesem Thema nichts zu tun haben? Fredy hat oft einmal erzählt, sie haben gewartet auf Gröning und auf einmal haben sie gesehen, dass der Teppichboden zu flimmern begonnen hat,vor lauter Energie. Die Antwort darauf war, der Gröning hat gesagt, er hat den Raum vorbereitet, mit Energie aufgeladen und dadurch gereinigt von allem Negativen. Es war noch kein Mensch da, hat er schon den Raum vorbereitet, damit die Leute dann die Energie bekommen, die sie brauchen.
Fredy: Drei Stunden vorher.
Peter Györfy: Drei Stunden vorher. Ja, es war früher, habe ich mir erzählen lassen, üblich, dass man den Raum, ihr habt das immer gemacht, den Gemeinschaftsraum, bevor man angefangen hat, zu reinigen. Es wäre auch gut mit der Einstellung, da kann ich mir selber auch an die Nase nehmen, nicht groß plappern, sondern sich hereinzusetzen und sich anfangen einzustellen. Sich selber bemühen, in die Ruhe zu kommen, abzuschalten. Den ganzen negativen Mist, die Sorgen, den Stress, einmal da hinauszu-schieben aus dem Tempel, damit man in die Ruhe kommt. Denn nur in der Ruhe, nur wenn ich den Kopf frei habe und gelassen herinnen sitzen kann, kann ich eigentlich die Energie aufnehmen, kann ich eigentlich sagen, kann ich in die Meditation übergehen. Meditation,Gröning hat früher damit mn es verstanden hat, gesagt: „Ihr stellt euch ein, wenn Ihr mir zu hört, so seid Ihr auf mich eingestellt!“ Das ist ja logisch, wie man das zu verstehen hat. In der Meditation hole ich mich ja von meinem Stresslevel herunter. Ich lasse alle Gedanken fahren, die nichts mit dem Göttlichen zu tun haben. Und je besser ich das zusammen bringe, desto mehr Energie wird in mich hineinfließen. Sie müssen bedenken, Sie sind den ganzen Tag beschäftigt, Dinge zu denken. Viele Menschen, die zu mir kommen, sind nicht nur damit beschäftigt zu denken, die grübeln den ganzen Tag und sie können nicht abschalten. Die verpuffen sich die gesamte Energie, die sie so hereinbekommen, sofort durch ihre Grübelei. Meditation hat nichts anderes im Sinn, als die Energie, die wir im Normalfall nicht aufnehmen können, über die Meditation, wieder hereinzubekommen. Der Gerhard Sauli hat vor einem Monat sehr gut auch beschrieben, wie das funktioniert. Nicht nur theoretisch, sondern er hat Ihnen auch gezeigt, wie es praktisch geht. Das kann man machen mit Musik, das kann man machen ohne Musik. Ob man sich hinlegt, hinstellt, ich muss mich hinlegen. Ich tue mich leichter, wenn ich liege. Im Sitzen funktioniert es bei mir nicht so gut. Das kann jeder machen, wie er möchte. Es gibt auch geführte Meditationen, dass man, das heißt, geführt in dem Sinne, dass einer einen Text vorsagt, wo er sich hindenken soll. Eine schöne Landschaft, Lichter, Blumen. Das hat nichts anderes zu bedeuten, dass man eben von seinem Alltagsleben, von seinen Alltagsgedanken wegkommt und sich auf etwas Positives, auf etwas Gutes, Göttliches konzentriert. Mir ist auch oft einmal aufgefallen, ich muss es so sagen, mit ist aufge-fallen, ich habe oft einmal so eine Gemeinschaftsstunde angehört und jedes Mal, wenn ich gesagt habe, stellen wir uns ein, dann war einmal totenstille, dann hat man gehört, wie die Leute Sessel wetzen angefangen haben. Sich richtig hinsetzen, Handtaschen wegstellen, aha jetzt stellen wir uns ein. Richtig wäre, wenn wir alle miteinander schon längst in der Schwingung drinnen wären, ja. Da wäre schon viel, viel mehr Energie in diesem Raum vorhanden. Und wichtig ist auch, auch wenn man zuhört, was sie uns erzäh-len, dass Sie in dieser meditativen Einstellung verbleiben. Das ist ganz wichtig, zumindest für diese zwei Stunden, die wir hier zusammen sind. Trotzdem einen wunderschönen Nachmittag.
Johanna Welisek: Mein Name ist Johanna Welisek und ich freue mich ganz herzlich, dass ich Sie hier begrüßen darf. Dass ich ein paar Worte zu Ihnen sprechen kann. Ich werde mich bemühen, ich habe es vor mich kurzzuhalten. Ich habe mir vorgenommen, da wir den Fredy Hosp hier haben, der wie kein anderer mit Bruno Gröning verbunden war und auch immer noch ist, werde ich heute nicht über Bruno Gröning reden, denn wenn wir den Schmied da haben, wenn ich etwas erzähle, wäre es bestenfalls eine gute Nacherzählung seiner Bücher oder seiner Vorträge. Darum lasse ich das, bis auf ein einziges Zitat von Bruno Gröning, wo er gesagt hat: „Werden Sie ein lebensbejahendes, fröhliches Menschenkind!“ Und dieses Zitat hat mich heute darauf gebracht, dass wir von Gott eigentlich die Möglichkeiten haben. Viele, viele Möglichkeiten, die uns auf eine sanfte Weise dort hinbringen, dass wir ein lebensbe-jahendes, fröhliches Menschenkind werden. Das ist die Natur und in ganz besonderer Weise sind es die Blumen. Und wenn wir uns diese Vielfalt der Blumen anschauen, der Farben, der Formen, der Düfte. Es ist ein Labsal für die Augen, ein Labsal für die Nase, aber auch für die Seele und für das Herz. Unser Herz geht auf, wenn wir uns auf die Blumen einlassen. Die Düfte, sie erinnern uns an etwas, z.B. Lavendel, ich weiß nicht, wer kennt nicht den Lavendel. Meine Großmutter hat den Wäschekasten aufgemacht und alles hat nach frische geduftet. Der Lavendel ist von der Farbe her eine violette Blume. Violett ist eine hohe transformierende Energie, sagt man. Der Lavendel erfrischt und klärt. Aber nicht nur, dass er die Frische in den Wäscheschrank bringt, er klärt auch unsere Gedanken. Wenn wir mit einem Lavendel, wenn wir uns einmal einlassen, diese Blume anschauen, und ihre Energie auf-nehmen, wir werden ruhig und der Kopf wird klar. Und wir sind offen für andere Eindrücke. Wenn wir z.B. die Tulpen, wenn wir uns die Tulpen anschauen, die duften zwar nicht, aber wenn die jetzt, kommen sie ja bald, sie arbeiten sich durch, durch Eis und Schnee kommen sie raus. Und auf einmal stehen sie da, Köpfchen sind zu und dann kommt die Sonne, das Licht und die Tulpen öffnen sich. Und wenn dann der Abend kommt, dann schließen sie sich wieder. Und wenn auch bei Regen, immer wenn Unwille kommt, wenn etwas kommt, das nicht grad so angenehm ist, dann schließt die Tulpe ihr Köpfchen. Und wenn wir versuchen, es der Tulpe nachzumachen, wenn negative Dinge kommen und wir verschließen uns, und lassen das abprallen, abfliessen, dann haben wir schon eine gute Möglichkeit, diesen Dingen auszuweichen. In uns zu ruhen, bei uns zu bleiben. Und wenn es weg ist, dann öffnen wir uns wieder und die Sonne und das Licht kann wieder in uns einfließen. Es ist eines der vielen Möglichkeiten, oder ein Löwenzahn. Der Löwenzahn blüht und am Ende dann hat er diese kleinen weißen duftigen Schirmchen. Und die fliegen dann weg, er verbreitet sich. Wenn wir das jetzt für uns umsetzen, und sagen, ja gut, ich habe Sorgen, wie werde ich die los? Da stelle ich mir doch vor, ich bin ein Löwenzahn und meine Sorgen sind diese Schirmchen und dann schicke ich sie weg, schicke ich sie ins Licht. Es ist eine schöne, leichte Möglichkeit. Mit der Natur zu leben und auf dem Weg zu sich selbst zur Ruhe zu kommen. Ich habe früher Seminare gehalten, wo wir uns Blüten auf uns projiziert haben. Tierprojekte, und wir haben uns hineingesetzt. Und wenn man die Augen schließt, und sich für die Blüte öffnet, es passiert soviel. Man merkt, der Kopf wird ruhig, das Herz geht auf, viele Probleme, Schmerzen die man hat vergehen sogar. Es gibt eine sanfte, die sanfte Medizin, ein sanfter Weg, etwas in uns zu verändern. Schon allein, wenn wir jetzt eine Farbe anschauen, vielleicht haben sie die Liebe für rot, eine rote Blume. Bringt uns Kraft, stärkt uns, ist eine stark transformierende Energie auch, die uns hilft zu uns zu kommen. Oder die Sonnenblume, ist eine starke Blüte, wir öffnen uns für das Licht. Es gibt wirklich viele, viele Möglichkeiten, wenn wir uns auf die Natur einlassen. Wenn wir uns die Natur zum Vorbild machen, und es heißt ja auch, gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen. Und wenn wir wirklich in der Küche, ganz einfach jetzt im Frühling, wenn wir Gänse-blümchen nehmen, Löwenzahnblüten. Wenn wir das essen, wir nehmen Spurenelemente zu uns, wir nehmen Vitamine zu uns, frisch aus dem Garten, die wir sonst nicht bekommen. Und noch dazu kann man das auch schön garnieren, man nimmt wirklich Heilung in sich auf. Man isst die Heilung in sich hinein. Ich weiß nicht, wenn jemand einen Garten hat, der wird vielleicht beobachtet haben, der bestimmten Probleme. Auf einmal ist eine Pflanze im Garten, man weiß, weiß gar nicht, warum und wieso. Die ist auf einmal von selber gekommen. Sind sie in Zukunft, wenn so etwas geschieht, achtsam und schauen sie sich diese Blüte ganz genau an. Denn meistens weißt sie diese Blüte dahin, du bei dir ist irgendetwas nicht in Ordnung. Irgendwo stimmt da was nicht, schau dir das jetzt einmal an. Meditieren Sie jetzt vielleicht mit der Blume, oder nehmen sie, sie ganz einfach nur in die Hand. Oder stellen Sie sie, oder pflücken Sie sie ab und stellen Sie sie in eine Vase. Und sie werden sehen, sie hilft. Es hilft auch, wenn wir jetzt einen Baum umarmen, versuchen sie es einmal. Gehen sie einmal hinaus, umarmen sie einmal einen Baum, öffnen sie ihr Herz. Und sie werden merken, oder auch nicht spüren, aber es tut sich etwas, sie bekommen die Kraft. Man wird aufgerichtet. Es gibt so viele Möglichkeiten, wenn wir verbunden sind, mit der Natur. Wenn wir die Farben aufnehmen in uns. Gönnen Sie sich etwas, indem sie sich einmal eine Blume kaufen. Wenn sie traurig sind, gehen sie in einen Blumenladen, oder pflücken sie eine Blume ab und stellen sie ins Zimmer. Sie werden sehen, es ist Licht drinnen. Blumen sind Licht, Blumen sind Liebe. Öffnen sie ihr Herz für die Blumen. Und das war es auch heute, denn heute ist Valentinstag und da wollte ich ihnen das ganz innig ans Herz legen. Es wird soviel über Liebe gesprochen und Blumen sind Liebe. Und jetzt, bei der anschließenden Musik möchte ich sie bitte, dass sie vielleicht, wenn sie Sorgen haben, machen sie es wie der Löwenzahn. Lassen Sie es wegfliegen. Oder schicken Sie Grüße mit, Grüße an Menschen, die ihnen nahestehen. Denen sie etwas Nettes sagen wollen. Schicken sie diese Liebe, schicken sie es weg. Machen sie es wie die Blume, beobachten sie die Natur. Und sie werden sehen, es ist eine wunderbare Möglichkeit, auf dem Weg, zu einem fröhlichen, selbstbejahenden Menschenkind zu werden. Ich danke ihnen.
Fredy: Danke!
Musik: Recuerdos
Fredy: Liebe Freunde, auch ich möchte alle recht herzlich begrüßen und möchte sofort mit den Blumen anschließen und mit den Pflanzen. Die größte Belehrung der Pflanzen für uns ist, dass sie wachsen und gedeihen, mit einer Ruhe, mit einer Überzeugung undauch davon abhängen, dass sie ihren Platz nicht wechseln können. Also dieser Standpunkt, der feste Standpunkt einer Pflanze, die von sich aus nicht wandern kann, die nur mithilfe ihres Samens ihre Art weitergibt. Dieser feste Standpunkt, wo sie davon abhängig sind, ob sie genug Licht bekommen, ob sie genug Wasser bekommen, ob sie auf dem richtigen Untergrund wachsen, das soll unsere große Belehrung sein. Und zwar deshalb unsere große Belehrung, die Pflanzenwelt ist die größte Welt auf der irdischen Vegetation und alle sind von Pflanzen abhängig. Obwohl sie ortsfest gebunden sind und obwohl wir sehen können, solange sie ein bisschen Sonne bekommen, ein bisschen Wasser, ein bisschen guten Erdboden, wachsen und wuchern sie in einer Pracht, die wir uns nicht vorstellen können. Und das ist das Geheimnis, wenn es heißt, Gottvertrauenzu haben. Die Pflanzen müssen nicht nach-denken, dass sie Vertrauen haben. Die Pflanzen haben Vertrauen. Sie leben das Leben, meine Freunde, das ist es. Mit dieser enormen Energie, die die Pflanzen haben, können wir die Kraft des Lebens direkt erleben. Und brauchen nicht immer darüber nachdenken, mein Gott, wenn ich dort und dort wäre, würde es mir besser gehen, das können die Pflanzen nicht tun. Sie können nur eines machen, das Beste aus ihrem Standort machen. Und die Pflanzen sind so variabel, meine Freunde. Es gibt Pflanzenzellen, die leben in kochendem Wasser und es gibt Moose die im ewigen Eis, die trotzdem ihren Kreislauf, also ihr Leben aufblühen lassen. Ein Beispiel davon ist die Wüste. Die Wüste kann monatelang trocken sein und dann glaubt man, mein Gott, da gibt es überhaupt keinen Regen. Aber wenn einmal Regen kommt, blüht innerhalb von wenigen Tagen die Wüste, mit den herrlichsten Farben, mit den herrlichsten Blumen. Sie warten nur in der Erde auf den segensreichen Regen. Im übertragenen Sinn kann man sagen, solange wir in Schwierigkeiten sind, sollen wir nicht den Mut verlieren, sondern geduldig auf das warten, was auf uns zukommt. Daher soll man nie sagen, ach mir geht es so schlecht, ach mich hat der liebe Gott vergessen, ach das wird sowieso nicht mehr. Meine Freunde, wenn wir dazu stehen, zu der Kraft, zu der Energie, zum Lebenswillen, auf einmal können auch wir auf irgendeine Weise erblühen, indem wir Leistungen erbringen, wo keiner geglaubt hat, dass es möglich ist. Unsere Blüten sind die Leistungen, meine Freunde, das muss man auch bedenken. Es gibt natürlich auch Leistungen, eingebildete Leistungen, gibt es auch, genauso wie es bei den Pflanzen, sogenannte Wassertriebe gibt. Aber, wenn wir zu den Pflanzen zurückkehren, wenn ein Baum plötzlich so lange Triebe austreibt, man sagt, das sind Angsttriebe, er ist verzweifelt, er will seine ganze Lebenskraft hineinstecken, um dem Leben zu dienen. Ist auch ein guter Vergleich mit den Pflanzen bei uns, aber wir sollen nicht immer weniger, auf etwas warten, auf etwas Bestimmtes warten.Wir sollen so leben, dass wir bereit sind, dann aktiv zu werden, wenn wir spüren, dass wir eine Aufgabe be-kommen. Und wir sollen nie den Mut verlieren. Und wir sollen nie zweifeln an dem, was wir erleben. Bruno Gröning hat immer wieder gesagt, wir sollen für das Leben dankbar sein. Wir sollen für den Körper dankbar sein, den wir von Gott erhalten haben. Ja, wie viel Menschen sind dankbar? Wie viel Menschen sind mit sich selber zufrieden, mit ihrem Körper? Wo sie in den Spiegel schauen und sagen, mein Gott, könnest auch ein bisschen schöner ausschauen. Aber seien Sie doch zufrieden. Wir haben unsere Aufgabe, meine lieben Freunde. Wir müssen nicht körperlich glänzen, nicht nur körperlich glänzen. Es gibt viele, viele Aufgaben, wo wir ganz still sein können, um unsere Aufgabe und um unser Werk zu erfüllen. Ja und so hat jeder Mensch, egal wie er ist, egal was er denkt, wenn er das Gute denkt, bekommt er seine positive Aufgabe auch für sich selber, damit er lernen kann. Damit er sich entfalten kann, seelisch. Und daher hat Bruno Gröning gesagt: „Seien Sie für diesen Körper dankbar, den Sie von Gott bekommen haben!“ Und zu mir hat er gesagt: „Auch du sollst dankbar sein, für diesen Körper!“ Das war damals ein bisschen unlogisch für mich, aber jetzt verstehe ich es. Ja und dann hat er gesagt: „Der Körper ist ein Geschenk Gottes“, muss man sich einmal vorstellen. „Seien Sie würdig, dieses Geschenk zu haben. Seien Sie würdig, dieses Geschenk zu pflegen. Achten Sie auf Ihren Körper“, hat er gesagt. Denn mithilfe dieses Körpers, und zwar nur mithilfe des Körpers, kann man seelisch wachsen, seelisch lernen, seelisch Kraft aufnehmen. Der Körper ist das Werkzeug, um die Verbindung zu Gott aufzunehmen, das darf man nicht vergessen. Und dann, in dieser Beziehung ist es ja so, dass wir denken können, dass wir planen können, dass wir verschiedene Dinge erkennen, mit unseren fünf Sinnen. Und da möchte ich zu bedenken geben, dass jeder Gedanke, jedes Gefühl, jede Regung, schafft energetische Kraftfelder. Wenn wir denken, so wird der Gedanke mit Energie geladen und je öfter wir diesen Gedanken aufnehmen, umso stärker ist das Energiefeld des Gedankens. Und so schaffen wir unser Schicksal und so bauen wir aber auch an dem Schicksal unserer Umgebung. Bauen wir sogar an dem Schicksal der Welt. Wenn wir positive Gedanken aufnehmen, wenn wir vertrauensvoll sind der Zukunft gegenüber, so kommen wir auch in ein positives Ideenfeld hinein. Wir kriegen plötzlich Gedanken, wo wir sagen, na das hätte ich mir nicht gedacht. Ja, das ist ja die Lösung von dem, was uns immer bedrückt hat. Aber wenn wir negative Gedanken aufnehmen, wenn wir traurig sind, wenn wir verzweifelt sind, wenn wir keine Hoffnung haben, dann kommen negative Gedanken. Dann kommen die Gedanken, mein Gott, wie soll das weitergehen. Oder, das schaffe ich nie. Oder, oder zuletzt dann, wozu bin ich überhaupt hier auf der Welt. Und der Bruno hat gesagt: „Das ärgste ist, wenn man sagt, was habe ich für ein Leben? Das ist ein Hundeleben. Das möchte ich nicht haben und schon sackt man ab. Schafft man sich negative Energiefelder und diese negativen oder positiven Energiefelder, sind das Karma, was wir uns selber aufbauen!“ Was wir selber aufbauen, müssen wir wieder abbauen, müssen wir wiedergutmachen. Wenn wir andere Menschen beschuldigen oder abwerten, wenn wir andere Menschen schlecht beurteilen und auch verurteilen, so machen wir uns an dem anderen schuldig. Wenn man z.B. denkt, ach das kann der sowieso nicht. Das bringt der nicht zusammen. Da will ich ihm gar nicht die Möglichkeit geben, das erst zu tun. So machen wir uns schuldig, weil wir den anderen Menschen begrenzen, meine lieben Freunde. Und so weben wir Energiefelder, in uns, um uns und um die anderen, und das ist Karma. Das ist Ursache und Wirkung. Wir schaffen dauernd Ursachen und müssen Wirkungen ertragen, meine Freunde. Nun, ich habe einmal mit Bruno Gröning darüber gesprochen und er hat gesagt, weil ich gesagt habe, wie ist das jetzt, Herr Gröning, wenn ich diese falschen Vorstellungen bereue, was ist dann? Hat er gesagt: „Wenn du es wirklich bereust und nicht mehr tust, dann ist es von Gott schon vergeben. Aber wenn du dann wieder die Wiederholungsfehler machst, na gut, dann fängt das Ganze von vorne an. Und so sind wir in mehreren Sphären daheim, geistig daheim. Wir sind in der körperlichen Sphäre daheim, wo uns der Körper immer wieder Gedanken schickt, was er gerne haben möchte. Der arme Körper, er sagt, er hat Hunger, uhhh so gehen wir los, den Körper zu füttern usw. Oder der Körper ist müde. Mei jetzt bin ich so müde, heute kann ich überhaupt nichts tun, und wenn wir dem nachgeben, wird man immer müder und schlapper, bis man sagt, na ja. Z.B. meine Tante, die war eine ganz weise Frau, die hat auch verschiedene Medikamente gehabt also, Hausmittel und Sie hat mir erzählt, da habe ich mich grad letztens erinnert daran. Da war ein Ehepaar und die Frau hat behauptet, sie ist so müde, sie ist so krank, sie muss im Bett liegen und der Mann hat sie pflegen müssen und füttern. Und alles Mögliche hat er machen müssen. Die Dame ist nicht aufge-standen, weil sie krank war. Und dann ist der Mann gestorben und siehe da, die Frau war quicklebendig. Sie ist aufgestanden und hat sich alles selber gemacht, selber gekocht usw. also, sie war gesund, das heißt, sie war immer gesund, aber sie war faul. Sie wollte sich vom Mann bedienen lassen. Und so gibt es viele, viele Beispiele, wo der Mensch sich selber begrenzt, meine lieben Freunde. Wo er sagt, das kann ich nicht. Das beste Beispiel bin leider ich. Immer wieder muss ich mich ein bisschen erinnern daran, dass jeder Arzt gesagt hat, wo ich jung war, so zwölf, dreizehn Jahre, na der wird nie etwas leisten. Es gibt sogar Ärzte gegeben, die gesagt haben: „Legen Sie ihn in ein dunkles Zimmer, damit er keine äußeren Anreize bekommt, dann wird sich die Spastik beruhigen.“ Das haben wir natürlich nicht gemacht. Ist ja logisch. Und der Bruno hat gesagt: „Vertraue und glaube, du bist ein selbstbewusster Mensch. Du wirst all das tun können, was notwendig ist, um im Leben zu lernen. Du bist ein vollwertiger Mensch!“ Der Bruno Gröning war, der erste, der mir das gesagt hat: „Du bist ein vollwertiger Mensch!“ Und dann habe ich mich umgestellt. Dann habe ich meine Begrenztheit, körperliche Begrenztheit, schritt-weise überwinden können. Auch meine sprachliche Begrenztheit habe ich überwinden können. Denn wie Bruno Gröning da war, also körperlich noch da war, habe ich kaum reden können. Und das war so schlimm, wenn z.B. andere Menschen in meiner Nähe waren, nicht die eigenen, ich habe kein Wort herausgebracht. Und was ist jetzt? Jetzt spreche ich sogar mit Genuss, mit Dankbarkeit, meine Freunde. Dass ich das mitteilen kann, was ich erleben durfte. Und drum bin ich ja Bruno Gröning so dankbar dafür, dass ich nicht nur ein selbstbewusster Mensch sein kann, sondern auch ein aktiver Mensch. Dass ich das nützen kann. Obwohl immer wieder vergleichbar mit einer Pflanze in einem Plexiglas und warten muss, bis man mich hin und herschiebt. Ich will es dahingestellt sein lassen, mit welcher Pflanze man mich vergleicht. Vielleicht bin ich sogar ab und zu ein Kaktus. Aber ich habe dieGeduld gelernt und die Dankbarkeit, dass ich auf meinem Computer arbeiten kann. Wenn man sich denkt, im Jahre 1950 bis 58, hat es ja noch keine Computer gegeben. Da waren die klapprigen Schreibmaschinen, da habe ich mir gedacht, na da kann ich keinen Buchstaben anschlagen, na gut. Und trotzdem hat der Bruno Gröning gesagt, er wird einmal schreiben, das habe ich ja schon ein paar Mal erwähnt. Aber es ist doch so unwahrscheinlich, so unglaubwürdig gewesen damals, in jener Zeit, wo er gesagt hat: „Der Fredy wird einmal schreiben. Und er wird all das nieder-schreiben, was er mit mir erlebt hat!“Da hab ich mir gedacht, lieber Bruno, du kannst leicht reden. Ich habe wirklich geglaubt, er wünscht sich das. Aber dabei hat er damals das Samenkorn in meinen Körper gelegt, damit das doch soweit wird. Und jetzt lege ich meine Hand ins Feuer, dass der Bruno schon damals gesehen hat, was für herrliche Schreibwerkzeuge die Menschen konstru-ieren werden, siehe Computer. Obwohl manche lästern, obwohl manche sagen, das ist ein Blechtrottel. Meine Freunde, überlegen wir doch einmal, nehmen wir einmal an, wenn ein Kind geboren wird, wenn ein Kind erzogen wird. So wird es doch von der Umgebung programmiert, es wird gelehrt. Die Buchstaben werden gelehrt, die Worte werden gelehrt, die Bedeutung der Worte wird gelehrt. Es wird auch, im wahrsten Sinne des Wortes, program-miert. Man hat Versuche gemacht, wo man gesunde Kinder abgeschieden hat und dann nach einiger Zeit, wo sie älter waren, sozwölf Jahre, waren sie die reinsten Toka (Trottel), weil sie nicht von der Umgebung programmiert wurden. Und genauso ist es aber mit dem Computer, der Computer hat alles in sich, aber er muss Programme haben. Er braucht Anweisungen, wo er dann reagieren kann. Kann man nicht sagen, Blechtrottel, meine Freunde. Da muss man sagen, manchmal bist du ein Trottel, aber im übertragenen Sinne natürlich. Ja dann ist noch etwas Interessantes. Es wird so viel geschrieben über den Smog, da gibt es Verschiedenes, Auto-smog, Elektrosmog und weiß der Kuckuck, was es da noch für einen Smog gibt. Da ist mir eingefallen, der gefährlichste Smog, ist der Psychosmog. Was kann man sich darunter vorstellen? Die Gedanken, die Gefühle, die Vorstellungen, die Einbildungen, das Negative was der Mensch durch Gedanken und Worte und Gefühle ausstrahlt oder auch aufnimmt. Das ist ein gefährlicher Smog. Weil, der Mensch baut sich durch den negativen Psychosmog ab. Er verliert Kraft, er verliert Zuversicht, er verliert Energie, er verliert Lebensfreude. Da ist ja der Elektrosmog gar nichts dage-gen, meine Freunde. Der Elektrosmog wirkt nur, wenn man davor Angst hat, vor diesem Smog. Wenn man sich das vorstellt, schon wieder ein Handy in derNähe, ja um Gottes willen. Was wird denn das heute für eine Wirkung auf mich haben. Und alleine durch diese Angst, wird der Mensch krank, hat der Bruno gesagt, das ist nicht von mir. Bruno Gröning hat gesagt: „Wenn der Mensch auf-geladen ist, wenn er energievoll ist, wenn er genug Kraft hat, dann schadet die Strahlung nicht. Wenn er aber zu wenig Energie hat, Lebensenergie, dann wird der Körper durch diese verschiedenen Felder gestört!“ Übrigens, wenn man von Elektrosmog spricht, was soll man denn dagegen machen? Da gibt es die Fernsehsender, da gibt es die verschiedenen Radarsender, also die ganze Sphäre, die Biosphäre ist durch diese neuen Schwingungen belastet. Und damals also wie Bruno Gröning gelebt hat, das war im Jahre 57, 58 da hat er uns zu sich eingeladen. Und siehe und staune, er hat auch einen Fernseher gehabt, obwohl die damaligen Fernseher wirklich neunzehnStrahlen abgegeben haben in sehr hohem Masse. Und da hat Bruno Gröning gesagt: „Ich muss jetzt meinen Fernseher einschalten, damit der Nachbar nicht mithören kann, was wir sprechen!“ Na mich hat das wahnsinnig gestört, dass der Fernseher gelaufen ist. Hat er gesagt: „Lasst den Fernseher, denkt nicht an den Fernseher, gebt acht was ich sage, so und so. Wenn du auf den Fernseher hörst, oder wenn er dich stört, so wird er dich stören. Wenn du aber die göttliche Kraft aufnimmst, so wird er dich nicht stören!“ So hat er mich belehrt, so hat er uns belehrt, damals. Und Bruno Gröning hat so gesteuert das Ganze, dass man zuletzt wirklich nimmer derFernseher gestört hat. Dass wir nur auf seine Worte aufgepasst haben, abgelesen haben und auf einmal, obwohl der Fernseher weitergelaufen ist, hat er uns nicht mehr gestört. Und so hat der Bruno gesagt: „Ja und so soll es jetzt sein, meine lieben Freunde, das, was Sie stört, beeinflusst Sie. Das, was Sie nicht stört, beeinflusst Sie nicht. Sie haben es in der Hand, das Gute vom Bösen, vom Unguten zu trennen durch Ihre Vorstellung, durch Ihre Einstellung, durch Ihren Willen und durch Ihren Glauben. Die göttliche Kraft ist die stärkste Kraft. Man muss sich nur einzustellen wissen!“ Die göttliche Kraft ist dann wirksam, wenn wir mit dieser göttlichen Kraft in Harmonie schwingen. Wann schwingen wir in Harmonie? Wenn wir selbst im Gleichgewicht sind, wenn wir uns selbst in der Ruhe befinden. Und daher immer wieder die gleiche Warnung, verweilen Sie keinen Augenblick in einem negativen Gedanken, wenn wir ehrlich zu uns sind. Bruno hat gesagt, man muss zu uns selber ehrlich sein, damit wir den Weg gehen können und der Weg, den uns Bruno Gröning gelehrt hat, ist ja der Weg zur eigenen Harmonie. Zum eigenen Glück, zur eigenen Selbsterkenntnis. In der jetzigen Zeitung, in der letzten, haben wir einen Artikel hineingeschrieben, Selbsterkenntnis ist Gotter-kenntnis, oder auch umgekehrt. Also, wenn man sich selbst nicht erkennt als geistiges Wesen, werden wir nie einen nahen Bezug zu Gott erhalten. Wir müssen uns selbst erkennen und wir müssen uns bemühen, möglichst in geistiger Harmonie zu leben. Möglichst in Dankbarkeit zu leben, möglichst freudig zu sein, fröhlich zu sein, obwohl es aussen vielleicht gar nicht so ausschaut. Ich habe öfter eine nahestehende Situation erlebt, wo es wirklich nicht schön ausgeschaut hat, wo Probleme aufgetreten sind. Auf einmal habe ich mich gefreut, habe ich mir gedacht, so jetzt spinnst du komplett. Wieso freust du dich auf einmal, wo es im außen alles andere ist, als sich zu freuen? Na gut, ich hab mich halt gefreut. Und einige Zeit später, haben sich dieseProbleme wie von selbst gelöst, weg, futsch. Von außen gelöst und da ist mir die Erkenntnis gekommen, wenn wir vertrauen und glauben, wird vieles gelöst, was sonst nicht gelöst worden wäre. Der Mensch ist falsch geschaltet, hat Bruno Gröning gesagt, er weint, wenn er traurig ist und lacht, wenn er fröhlich ist. Falsch! Wenn der Mensch traurig ist, soll er lächeln lernen, dann bekommt er mehr Kraft. Und wenn etwas sehr Schönes geschieht, dann soll er vor Freude weinen. So wie ich beim Bruno Gröning öfter bemerkt habe, wie z.B. auch bei mir. Er hat gesagt: „Fredy steh auf!“ Und ich bin mit großer Mühe aufgestanden, aber ich bin dann gestanden. Und auf einmal habe ich bemerkt, wie Bruno Gröning die Tränen herunter geronnen sind, die Freudentränen. So hat er sich gefreut, dass bei mir die göttliche Kraft so gewirkt hat. Und man muss sich vorstellen, dass ich ja im Jahr 1950 zum ersten Mal bei Bruno Gröning war, das sind jetzt vierundfünfzig Jahre her, damals hat man mir keine drei Jahre mehr gegeben. Na ja, wenn es gut geht hat es geheißen, wird er zwanzig. Schwamm darüber. Und aber der Bruno hat also sozu-sagen Vertrauen zu mir gehabt. Der Bruno Gröning hat gesagt: „Der Fredy wird das tun können, was ich von ihm erwarte!“ Schön was? Da kommt ein Hilfesuchender mit letzter Kraft zu Bruno Gröning, Bruno Gröning sieht mich an, hockt sich vor mich hin, sieht mir in die Augen und sagt: „Willst du mir helfen?“ War reinster Schock für mich. Um Gotteswillen habe ich mir gedacht, ich brauche doch Hilfe? Warum fragt er, ob ich ihm helfen will? Ja hab ich gesagt, nur aus Höflichkeit hab ich ja gesagt, ich gebe es ja zu. „Dann ist es gut“, hat er gesagt. Später dann, hat er mich noch zweimal gefragt: „Willst du mir helfen?“ Und dann habe ich bewusst gesagt ja, ich will. „Gut“, hat er gesagt, „gut, dann wirst du’s eben tun!“ So war`s. Also die größte Belehrung istbei der ganzen Sache, dass wirdiejenigen sind, die für uns selbst bestim-men. Keiner, nicht der Nächste, nicht der Partner, nicht die Tochter, der Sohn oder die Mutter, Großmutter nein. Wir bestimmen für uns, das ist der Grund, warum er gesagt hat: „Nicht menschenhörig sein, nie menschenhörig sein, immer gotthörig werden!“ Und wirklich wahr, meine Freunde, wenn man so viel hört, auf die Menschen, der sagt das, der sagt jenes. Der sagt ja, der andere sagt nein. Na, was soll man dann tun? Dann kommt man nicht vorwärts. Und darum habe ich gesagt, habe ich gelernt zu bestimmen, ja gut. Wir waren in Wien im Jahre 1957 in der Wohnung meiner Eltern und Bruno Gröning hat dann geplant nach Klagenfurt zu fahren. Er hat auch eine Dame mit gehabt aus Klagenfurt und plötzlich sagt er, bitte ich weiß, dass es im Buch steht, aber es ist doch interessant, wenn man das noch einmal erzählt, „wollt ihr mit nach Klagenfurt kommen?“ Das ist dann die Sache, wo ich gesagt habe, da muss ich die Mama fragen. Hat er gesagt: „Fredy, ich will es vondirwissen, ob ihr nach Klagenfurt kommen möchtet!“ Hab ich gesagt, Herr Gröning, was soll ich tun? „Jetzt fragt das Luderchen schon wieder mich! Ermuss sich entscheiden. Dumusst ent-scheiden, willst du mit nach Klagenfurt kommen, ja oder nein?“ …… Na ja habe ich gesagt, wenn das so ist, ja ich will. Und die Dame daneben, die hatte eine große Familie gehabt, sie war eine reiche Dame. Der Mann war Sägewerkbesitzer und sie haben eine große Villa gehabt ja. Und da hat er gesagt: „Frau Lerchbaumer, Sie haben doch ein Zimmer mit vier Betten? Wollen Sie die vier aufnehmen?“ Das war die Lilo, ich, die Lisl und meine Tante, also, wir waren zu viert. „Sind Sie bereit, die vier Freunde zu beher-bergen?“ „Selbstverständlich“, hat sie gesagt, „ja, Sie sind bei mir eingeladen.“ „Sehen Sie Frau Lerchbaumer,“ hat er gesagt, „jetzt wissen Sie, warum ich Sie nach Wien mitgenommen habe!“ Also hat er schon geplant. Und die Folge von dem Ganzen war ja, dass wir nach Klagenfurt gefahren sind, dass wir dann letztlich nach Klagenfurt gezogen sind. Und dass sich das dann so ergeben hat, dass ich dann in weiterer Folge zwanzig Jahre danach unseren Verein leiten durfte. Das war der Anfang von der Freiheit, meine Freunde. Und viele haben gesagt, viele Verwandte haben gesagt: „Ja seid ihr denn wahnsinnig? Die zwei Behinderten wollen in die Fremde ziehen, was fällt euch denn ein?“ Nicht menschenhörig sein meine Freunde. Es gibt oft Entscheidungen, die sehr unglaublich, sehr unwirklich klingen. Unwahrscheinlich, unlo-gisch. Gott kann man nicht mit Logik erfassen. Das Geistige ist oft unlogisch, weil wir nicht voraussehen können. Und wenn wir uns auch nicht trauen? …… Auch meine Frau war im Rollstuhl. So zwei Rollstuhlfahrer trauen sich neu anzufangen, in einer fremden Stadt. Da gehört Gottvertrauen dazu, da gehört das Wissen dazu. Was Bruno Gröning gesagt hat stimmt. Er hat gesagt: „Für euch ist am allerbesten Klagenfurt, überall anderswo, würdet ihr ver-sauern!“ Also es ist schon wundervoll, wenn man einen geistigen Lehrer hat, es ist wundervoll, wenn man eine geistige Führung hat und es ist noch wundervoller meine Freunde, wenn man auf diese geistige Führung vertraut. Z.B. das Gegenteil war, dass eine Dame auch in Stephanskirchen, von Klagenfurt nach Stephanskirchen ist sie gefahren zu Bruno Gröning, auch im Rollstuhl. Ein bisschen hat sie gehen können, ein bisschen nur. So, sagt Herr Gröning zu ihr: „So stehen Sie doch auf!“ Und Sie antwortet: „Aber Herr Gröning, Sie wissen doch, dass ich das nicht kann.“ „Gut“, hat er gesagt, „gut, wenn Sie glauben, Sie können es nicht, dann bleiben Sie sitzen!“ Wenn Sie es getan hätte, hätte Sie stehen können. Und dann hat er sofort mich in der Reissen gehabt und ich hab zu mir gesagt, um Gotteswillen, ich hab es schon geahnt. Sagt er: „Die zwei sollen zu mir kommen, so Fredy, jetzt steh du auf!“ Habe ich mich natürlich nimmer getraut zu sagen, sie wissen, habe ich mich halt hauruck ruck, warten Sie ein bisschen Herr Gröning, hab ich gesagt, ich muss erst Gas geben. Damals haben wir das erste Auto neu gekauft, einen Volkswagen, deshalb habe ich vom Gas gesprochen. Da hat er so gelacht, hat er so herzlich gelacht, Bruno Gröning. Aber ich bin aufgestanden. Also, wenn man den geistigen Weg geht, noch einmal, wenn man den geistigen Weg geht, so muss man alle Begrenzungen beiseite lassen. Alle Begrenzungen, alle Zweifel, alles Wissen, was man bishergewusst hat, muss man beiseite lassen und sagen, ich vertraue, ich glaube an die göttliche Kraft. Und ich weiß, dass mir die göttliche Kraft hilft, wenn ich sie aufnehme, wenn ich daran glaube. Ist ja der alte Ausspruch von Jesus Christus auch gewesen, der gesagt hat: „Dein Glaube hat die geholfen! Nicht ich hab dir geholfen. Dein Glaube hat dir geholfen!“ Darum ist dieser Glaube so wichtig, weil wir uns damit in Harmonie mit Gott begeben. Gott ist allmächtig, sagen wir. Gott ist allwissend und manchmal kommt dann halt, na ja, der liebe Gott kann mir auch nicht helfen. Ja, warum denn nicht? Wir bestimmen ja, ob wir diese große Energie aufnehmen, diese große Lebens-energie, meine Freunde. Wir bestimmen, ob wir daraus das Beste machen. Und wir sind immer noch geneigt, wenn der Körper irgendeine Störung hat, beinah vor dem Körper auf die Knie zu fallen und so zu sagen, lieber Körper, tu mir das nicht an. Nein ich hab solche Angst, tu mir das nicht an. Der Geist bestimmt die Materie, das darf man nicht vergessen. In meinem ersten Buch habe ich darüber geschrieben, der Geist bestimmt die Materie. Und die engsten Freunde von Bruno Gröning in Deutschland, haben zuerst gesagt, das hat Bruno Gröning nicht gesagt. Ha, habe ich gesagt, ha und dann habe ich ein Bild herausgezogen, mit der Widmung, und der Handschrift von Bruno Gröning selbst, wo er draufgeschrieben hat, der Geist bestimmt die Materie. Die Beweise waren niederschmetternd, hat mir keiner mehr sagen können, das hat Bruno Gröning nie gesagt. Und Bruno Gröning hat mehr gesagt, als auf manchen Tonbändern vorhanden ist.Und das, was z.B. auf dem Traberhof bei Rosenheim geschehen ist, war großartig. Und wir haben jetzt eine CD von einem alten Mann kopiert und gemacht. Da ist eine Augenzeugin, eine Reporterin spricht, berichtet über das Geschehen in Rosenheim vor Bruno Gröning. Also, er fordert sie auf und sie erzählt, erschütternd meine Freunde. Ich habe für euch die CDs gemacht, jeder kann sie haben. Wenn man das hört, was da in Rosenheim geschehen ist, bzw. auch nicht geschehen ist. Dann sieht man, was es bedeutet, wenn man sagt, der Geist bestimmt die Materie einerseits und andererseits, wenn Bruno Gröning gesagt hat: „Nicht menschenhörig sein!“ Nicht die Logik sprechen lassen, sondern den Glauben, so ist das meine Freunde. Im Jahr 1949 waren diese großen Heilungen in Rosenheim am Traberhof. Nicht nur körperliche Heilungen, auch seelisch-geistige Heilungen, und da hat man erlebt welche Energie, welche negative Energie davon ausgeht, wenn einer zweifelt. Wenn der Mensch zweifelt, wenn die Umgebung zweifelt. Mhh da ist einer geheilt worden, ein Mann, ein Kriegsversehrter und ist auf-gestanden und ist gegangen. Freudig, strahlend ist er heimgegan-gen. Was haben seine Verwandten gesagt? Du bist ja blöd. Wie kannst du dir denn einbilden, dass du gesund bist, das ist ja nur Hypnose. Das Wort, Hypnose, hat genügt und er war wieder im Rollstuhl. Ein anderer Mann, das war in Norddeutschland, ist auch vom Rollstuhl aufgestanden und war glücklich. …… um Gotteswillen, ich verliere jetzt meine Versehrtenrente. Mhh hat genügt, die Heilung war futsch. Und so ist es von jedem Menschen, von jedem einzelnen Menschen abhängig gewesen,ob er geheilt wurde und ob die Heilung geblieben ist. Natürlich haben die Reporter immer wieder die Fälle aufgegriffen, wo die Heilung nichtgeblieben ist. Sie haben aber nicht dazu gesagt, dass der Mensch selbst gezweifelt hat.Dass er das Gute nicht angenommen hat, daher ist es ihm wieder weggenommen worden. „So zweifeln Sie doch nicht immer das Gute an“, hat Bruno Gröning gesagt. Ganz energisch, vertrauen Sie und glauben Sie. Zweifeln Sie das Gute nie an, sonst wird Ihnen das Gute genommen. Nach der heutigen Technik wissen wir, dass wir nur dann ein Programm empfangen können, wenn z.B. der Fernseher ganz genau auf die Sendewelle eingestellt ist. Man sagt, der Kanal muss stimmen, dann kann man empfangen. Na gut, meine Freunde. Die Kraft Gottes ist auch ein Kanal, eine ganz bestimmte Schwingung, die wir aufnehmen können. Jede Sekunde muss der Fernseher auf diesen Kanal eingestellt sein, sonst ist das Bild weg, sonst ist der Ton weg, sonst sieht man nur noch Schneeflocken am Fernseher. Na und wie ist es bei uns? Wir stellen uns ein und bitten um die Hilfe, und dann kommt schon der nächste Gedanke daneben, irgendwo, irgendwann, der Gedanke kam. Wie er zu einer Frau gesagt hat, Bruno Gröning. „Denken Sie doch nicht an ihre Knödelsuppe daheim. Die Knödel werden schon richtig sein, wenn Sie daheim sind, aber jetzt denken Sie nicht an das Essen, jetzt nehmen Sie die göttliche Kraft auf!“ Ach, was er alles gesagt hat. Die Leute waren so perplex, sie sind rot und weiß geworden, weil er alles gewusst hat, unglaublich. „Ja ja“, hat er gesagt, „meine Ohren sind größer als Sie glauben. Meine Hände sind länger als Sie meinen. Es wird mir gegeben, um den Menschen zu helfen“, hat er gesagt. Er hat nie gesagt ich kann das oder ich kann jenes, er hat es immer bewiesen, dass er es kann. Das war es, das war so großartig. Und es ist heutzutage noch so großartig, dass wir wissen, was wir in Wirklichkeit zu tun haben. Dass wir genau wissen, was das Negative für Kräfte hat, das uns von Gott, von der göttlichen Kraft wegbringen will. Und was das Positive für Kräfte hat ja, wenn wir darauf hören, wenn wir sie aufnehmen, meine liebenFreunde. Und vor allem, wenn wir wirklich vertrauen, wenn wir in uns genau wissen, was die Allmacht Gottes bedeutet? Ja meine Freunde und darum habe ich eben Freund Karlo gebeten, dass er dieses Band auf CD macht, damit die Freunde ein bisschen eine Ahnung haben, was in Rosenheim wirklich geschehen ist. Soll ich noch weiter-sprechen?
Peter Györfy: Ja, freilich.
Fredy: Ich habe doch schon sehr viel gesagt. Bruno Gröning hat z.B. in diesem Zusammenhang gesagt, die Freunde müssen so weit kommen, dass sie keine Worte brauchen, um das Gute aufnehmen zu können, keine Worte. Sie waren alle entsetzt. Jetzt wird er dastehen und nichts mehr sagen, haben sie sich gedacht. Ja und hat er gesagt: „Ja und? Wenn Sie so weit sind, dass Sie die Kraft aufnehmen können, dass Sie die Gedanken aufnehmen können, dass Sie das Gute wirklich empfangen, dann brauche ich doch nicht mehr zu sprechen!“ Ja und leider hat er dann eben gesagt: „Es wird nicht mehr lange dauern, da werde ich nicht mehr sprechen!“ Wir haben aber nicht gewusst, was er damit meint. „Es wird nicht lange dauern, da werde ich nicht mehr rauchen, wehe den Freun-den, die da noch rauchen!“ Nachher haben wir es gewusst, was er gemeint hat. Also am Anfang, wie ich die Nachricht vernommen hab, dass Bruno Gröning den Körper verlassen hat, für immer, seinen Körper. Habe ich geglaubt, die Welt bricht zusammen. Das war der erste große Schock meines Lebens. Aber was ist mir anderes übrig geblieben, meine Freunde, wie trotzdem weiter-zumachen. Es hat z.B. sehr viele Menschen gegeben, die geglaubt haben, sie sind Freunde, Bruno Grönings. Aber wie er dann nicht mehr körperlich unter uns geweilt hat, haben sie gesagt, so, Bruno Gröning ist gestorben, also brauchen wir nicht mehr an die Kraft glauben. Es ist vorbei, aus, Schluss. Das waren nicht die echten Freunde vom Bruno, die haben es nicht verstanden, meine Freunde, was er wollte. Nämlich, er wollte uns den Weg zeigen. Er hat gesagt: „Ich will euch nur den Weg zeigen, gehen müsst ihr ihn selber!“Und damit will ich heute den Vortrag schließen meine Freunde. Auch ich kann euch nur den Weg zeigen, gehen muss ihn jeder wirklich selber, aus eigener Kraft, aus eigenem Glauben, aus eigenem Vertrauen. Danke für die Aufmerksamkeit.
Peter Györfy: Ich muss meinen Senf noch dazu geben. Bei Rosenheim ist mir etwas eingefallen. Es hat ja, wie du erzählt hast,Menschengegeben, die geheilt wurden, aber sie sind durch ihr Umfeld wieder abgefallen. Und das ist auch eine Schwierigkeit füruns alle. Das in die Tat umzusetzen und knallhart dabei zu bleiben, was wir als richtig empfinden. Ich habe oft schwerkranke Leute um mich, die operiert wurden. Die an sich wieder gesund sind, aber durch ihr Umfeld, durch die Ehemänner, durch die Kinder, durch die ganze Familie daran gehindert werden, bei dieser Einstellung zu bleiben. Ich weiß nicht, ob sie mich verstehen können? Ich habe das selber miterlebt im Krankenhaus, in der Kasse, wir haben Brustkrebs operierte Patientinnen, die alle miteinander, das kann ich behaupten, erkannt haben, was in ihrem Leben falsch gelaufen ist. Mit welcher falschen Einstellung sie gelebt haben. Sie haben das alle erkannt und setzen es auch in die Tat um. Sie ändern sich, aber ihr Umfeld behindert sie oft daran.Die Menschen verstehen sie nicht, dass sie krank waren und unterstützen sie nicht dabei. Diese Problematik, die damals in Rosenheim bestanden hat, besteht auch heute noch. Und deswegen habe ich am Anfang auch gesagt, es ist nicht wichtig die Theorie, sondern es ist die Praxis wichtig. Und die ist oft sehr hart. Es ist wirklich sehr hart, dass in seinem eigenen Leben in die Tat umzusetzen. Der liebe Gott, bin ich drauf gekommen, setzt uns oft einmal Prüfungen vor die Nase, in welcher Form auch immer und wir haben die Möglichkeit, zu entscheiden, aus eigenem Antrieb zu sagen, ich mache das, setze das um. Ich habe nicht die Möglichkeit zu sagen, zu entscheiden, welche Lektion ich lernen soll. Ich habe immer nur die Möglichkeit, zu entscheiden, ob ich diese Lektion lernen möchte. Das ist das, was ich noch dazu sagen wollte. Die Problematik von damals besteht heute noch und nicht nur für diese Dame, sondern eigentlich für uns alle. Jeder hat irgendwas in die Tat umzusetzen und tut sich mehr oder weniger oft immer schwer damit, dabei zu bleiben, was er als richtig empfunden hat. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen die Kraft und die Überzeugung, das umzu-setzen, was Sie vom Herz her, vom Gefühl her, vom Herzensgefühl her, als richtig empfinden. Nicht vom Kopf her, sondern vom Herz her. Alles Gute.
Fredy: Ich möchte noch was dazu sagen. Also, die Prüfungen werden nicht von Gott geschickt, aber sie werden von Gott zugelassen. Das heißt, wir begeben uns durch unser Tun, durch unser Denken und Handeln in die Situation, wo wir eine Prüfung auf uns zukommen sehen. Also wirsind die Ursachen der kommenden Prüfungen. Gott zwingt niemanden, sondern er lässt es zu. Das Einzige, was Gott dann macht, ist seine Hilfe. Er lässt es zu und wenn wir aber dann auf ihn hören, wenn wir auf ihn vertrauen, dann können wir die Prüfung, die wir selbst erzeugt haben, leichter überwinden. Darum müssen wir, der Bruno Gröning hat`s auch gesagt: „Gott schickt keine Krankheit. Die Krankheit ist die Folge unseres falschen Verhaltens. Unseres falschen Denkens. Unserer falschen Lebenseinstellung, ist die Krankheit, bzw. das Problem die Folge, das ist Karma!“ Selbst geschaffene, selbst aufgebaute Energie ist Karma.Und wenn wir zum Schluss noch überlegen, ja was ist denn dann diegöttliche Kraft? Die göttliche Lehre? Was ist denn dann der Christusweg? Christusweg wirkt dann, wenn wir, meine Freunde, wenn wir alle Schuld überwunden haben. Alle negativen Vorstellungen, alle negativen Einstellungen. Wenn wir lernen, loszulassen. Dann sind wir erlöst. Ich weiß, dass das schwer ist. Das ist der einzige Weg, loszulassen. Jetzt werden wir uns noch einmal einstellen. Wir lassen los und übergeben uns der göttlichen Führung, und der göttlichen Kraft, danke schön.
Musik: Russisches Vater unser