Lerne, bewusst zu denken

Mitschnitt vom 06.05.2006 in Judenburg

Lerne bewusst zu denken

Frau Professor Wünsch: (Gedicht von Alfred Hosp)

Licht leuchte über die ganze Welt,

damit des Menschen Seele wird wieder klar erhellt.

Licht, Licht strahle mit deinem göttlichen Schein,

und mache alle Wesen glücklich, froh und rein.

Licht, Licht wärme die Kälte dieser Zeit,

trau auf der Menschen Herzen, mach sie für die Bibel bereit.

Licht, Licht zeig die Wirkung deiner Kraft,

beweis den Menschen allen, dass sie das Gute schafft.

Licht, Licht künde Harmonie und Glück,

gib uns den Sinn des Lebens, führ uns zu Gott zurück.“

Musik: Rybin Chor Moskau Vater unser

Frau Fuchs: „Ich freue mich, dass ich wieder alle hier begrüßen darf. Heute ist Samstag, und ich bin so dankbar, dass der Herr Hosp kommt und herausgeführt wird. Weil wir haben uns schon wieder sehr gesehnt nach der Stunde. In der Zeit in der wir leben, in der Hektik, gelingt es oft nicht gut, zu Hause abzuschalten, und sich wirklich auf das Wesentliche zu besinnen. Und deshalb ist das so wichtig, dass wir uns treffen und so schön, in der Runde fühle ich mich so wohl und jetzt bitte ich Sie um Ihren Vortrag.“

Fredy: Liebe Freunde, auch ich möchte euch ganz herzlich begrüßen, und freue mich, dass wir zwei schöne Stunden haben, wo wir in der Stille unsere Gemeinschaft feiern können. Es ist so wichtig, dass wir uns an das halten, was Bruno uns gelehrt hat. Dass wir nämlich die Ruhe bewahren lernen in jeder Beziehung. Dass wir lernen so zu denken wie es sein soll, nämlich positiv zu denken in jeder Lage, das ist auch nicht immer leicht. Dass wir auch lernen alles der göttlichen Führung zu übergeben, so wie Bruno sagte. Und auch wichtig ist, so wie er gesagt hat, wie z.B. auf dem Rosenheimer Band, man kann ein ganzes Jahr in Harmonie leben und eine Sekunde genügt oft und das Gute ist weg. Und dann hat er ein Beispiel gebracht z.B., dass man nicht acht gibt und über die Straße geht in Gedanken versunken und auf einmal ist dann ein Verkehrsunfall da. Also man soll immer bewusst leben lernen, in jedem Augenblick bewusst leben lernen, das ist so wichtig. Und z.B. ist es auch wichtig, dass wir wissen, dass wir lernen zu wissen, warum wir leben, dass wir eine Aufgabe haben. Und dann ist es auch wichtig, dass wir unser Schicksal erkennen, unsere Eigenheiten erkennen, unsere Schwächen Gott übergeben, weil wir leben im Körper ja nur einige Zeit, und dann sind wir wieder freie Wesen, freie Geistwesen. Und nehmen das mit, was wir hier auf Erden erkannt haben. Und ich bin z.B. ganz erstaunt, dass das nicht überall so gehandhabt wird. Bruno Gröning, wir waren einmal in Rosenheim, in Stephanskirchen und auf einmal gibt Bruno Gröning der Lilo die Bibel in die Hand, sie soll aufschlagen. „Lesen Sie ein Stück vor“, hat er gesagt zur Lilo. Und sie hat gerade das Richtige vorgelesen, wo z.B. ganz versteckt in der Bibel von der Reinkarnation die Rede war. Und daher hat er gesagt: „Lesen Sie ruhig die Bibel, aber lesen Sie auch zwischen den Zeilen!“ Also Bruno Gröning wollte, dass die Menschen ihren Glauben behalten, einerseits und andererseits wollte er und will er, dass wir bewusster leben. Der Mensch handelt nach seinem Willen. Was heißt denn das? Fast keiner kann sich vorstellen, dass er infolge seines Willens die Gedanken aufnimmt, die ihm plötzlich im Kopf aufleuchten. Und er weiß gar nichts, weil er so gedan-kenlos dahin lebt. Sehr oft negative Gedanken bekommt, weil er sich treiben lässt. Und da hat Bruno Gröning gesagt, man soll darauf achten, weil das Böse lauert nur darauf uns zu stören. Das Böse ist immer bereit den Menschen anzugehen. Was ist das Böse?

Das Böse ist das, was uns unruhig macht. Das Böse ist das, was uns zweifeln lässt. Das Böse ist auch das, was wir von anderen Menschen mitgeteilt bekommen. Und wenn es nicht gelingt, dass wir in der Ruhe bleiben und uns von anderen die Ruhe nehmen lassen, so ist das schon ein Angriff des Bösen. Und es ist so interessant, dass Bruno sehr, sehr streng war bzgl. der guten Kraft. Er hat gesagt: „Achten Sie auf das Gute. Achten Sie darauf in Ruhe zu bleiben. Achten Sie darauf, Ihre Harmonie nicht zu verlieren. Denn jeder negative Gedanke hat im Körper negative Folgen!“

Das ist sehr interessant, dass wir das immer wieder bedenken müssen, immer wieder uns in Erinnerung rufen müssen, weil wir doch so gewohnt sind irgendwie etwas Schlendrian zu treiben, man lässt sich treiben, meine Freunde. Und auf einmal hat man ein ungutes Gefühl, auf einmal hat man die Ruhe verloren und man fragt sich, warum ist das so? Und daher hat Bruno Gröning gesagt, man soll lernen bewusst zu leben. Man soll lernen bewusst zu denken und man soll nicht vergessen, wie der Wille so der Gedanke. Der Gedanke bewegt den Menschen zur Tat, um das geht es. Es geht ums bewusste Denken, meine Freunde, um das, dass man nicht immer zweifelt. Der Mensch ist ja gewohnt zu denken, mein Gott, was wird denn schon wieder kommen? Mein Gott, wird doch das alles gut gehen? Da ist schon ein Zweifel drin. Man muss lernen alles Gott zu übergeben. Man muss lernen, die Pläne, die Wünsche, die man hat, der göttlichen Führung zu übergeben. Das ist so wichtig. Alles andere ist nicht so wichtig. „Das Wichtigste ist das Geistige“, hat Bruno Gröning gesagt. Und daher ist es z.B. nicht in Ordnung, dass in anderen Gruppen, nicht in unserer Gruppe, immer wieder auf die Heilung gewartet wird, anstelle das Geistige in den Vordergrund zu stellen. Und das von Bruno Gröning habe ich deshalb erzählt, weil wir ruhig die Bibel auf-schlagen sollen. Es ist soviel Wahrheit in dem drinnen, was Jesus Christus lehrt, aber wie Bruno Gröning gesagt hat, man soll auch das empfangen, was wichtig ist. Man soll die Gedanken, die Gleichnisse auf uns übertragen, auf unsere Gegenwart übertragen und dann sozusagen darüber nachdenken. Was heißt denn z.B. liebet eure Feinde? Was ist denn das in Wirklichkeit, was wird denn da von uns verlangt? Man könnte fast sagen, man bekommt den Eindruck, dass wir dazu, zu etwas gezwungen werden, was wir gar nicht verstehen. Wenn wir von anderen Menschen angegangen werden, wenn wir sozusagen beleidigt werden, oder gekränkt werden, oder beschuldigt werden, wo wir nichts dafür können. Und trotzdem sollen wir lernen darüber zu stehen. Zunächst, zunächst einmal meine Freunde, wir sollen lernen darüber zu stehen, ganz egal was der Andere sagt. Das ist z.B. damit gemeint, wenn er sagt, wir sollen nicht menschenhörig sein. Wenn jemand etwas sagt, oder wenn jemand eine Beschuldigung ausspricht, aber auch wenn jemand einen Zweifel ausspricht. Wenn er uns aus der Ruhe brin-gen will, so ist das schon eine Menschenhörigkeit und ist schon das Negative. Wir müssen endlich darüber nachdenken, was es heißt, wenn Jesus Christus schon vor 2000 Jahren gesagt hat: „Liebet eure Feinde!“ Es ist ja noch viel mehr dahinter. Wenn wir lernen, den Feind, die sogenannten Feinde, es gibt Menschen, die ohne Gott glaubten, der oder jener ist mein Feind. Wenn wir lernen darüber zu stehen meine Freunde, dann nehmen wir nicht das an, was von anderen Menschen gesendet wird. Das ist schon sehr, sehr positiv, weil wenn wir das annehmen, dann steigert sich der Mensch in etwas hinein, in etwas Negatives, was überhaupt nicht notwendig ist, und dann kommt man so weit, dass man sagt, na ja, den will ich nicht mehr sehen. Mit dem will ich nichts zu tun haben usw. Und da kommt es dann so weit, dass wir den anderen Menschen verurteilen, so wie wir selbst auch verurteilt werden von den Anderen. Und seht meine Freunde, das ist die Ursache jeder Streitigkeit, jeder Unstimmigkeit. Das ist aber auch die Ursache jeder Spaltung. Und jetzt war es so, dass aufgrund der mensch-lichen Fehlerhaftigkeit, das aufgrund der menschlichen verschie-denen Denkungsweisen, jeder positiv, jeder das Positive lernen wollte, als Folge war immer eine Spaltung. Die Spaltung ist im Christentum, die Spaltung ist auch bei den Moslems, überall gibt es verschiedene Gruppen, verschiedene Sekten, verschiedene An-sichten, warum? Weil der Mensch noch immer nicht weiß, dass das Positive, dass die Liebe im Vordergrund stehen muss und soll. Und dann gibt es keine Spaltung, meine lieben Freunde. Wenn wir sozusagen die verzeihende, darüberstehende Liebe ausstrahlen, egal was der Andere sagt. Und das ist unsere Aufgabe. Dass wir lernen nicht zu kritisieren, dass wir lernen nicht zu diskutieren, sondern, dass wir lernen in aller Stille einander zu verstehen. Worte, Worte führen schon zu Missverständnissen. Worte führen schon zu verschiedenen Auslegungen, meine Freunde. Daher hat Bruno Gröning gesagt, die Freunde sollen soweit kommen, dass sie nicht mehr miteinander sprechen müssen. Er hat gesagt: „Wenn ich komme und ich schweige, sollen sie damit zufrieden sein!“ Es soll die Zeit kommen, wo wir nicht mehr sprechen müssen, sondern uns gedanklich über die Liebe, über die Zuneigung, über die Harmonie verstehen. Und in den letzten fünfzig Jahren ist in anderen Kreisen zu viel gesprochen worden, zu viel ausgelegt worden, zu viel missverstanden worden. Und das ist die Folge, wo jeder sagt, oder jeder behauptet, ja, Bruno Gröning hat das so gemeint. Gar nichts hat er gemeint. Der Mensch hat ihn nur nicht verstanden.

Und ich hab z.B. erfahren, dass in einigen Gruppen verboten wur-de, während einer Gemeinschaftsstunde in der Bibel zu lesen. Auch eine sehr große Überheblichkeit in meinen Augen. Und ich kann mich, wie wenn es gestern wär, gewesen wär erinnern, wie Bruno gesagt hat: „Lesen Sie doch in der Bibel, aber lesen Sie auch zwischen den Zeilen und gehen Sie in Ihre Kirche, in Ihre Kon-fession. Aber vergessen Sie nicht, die Liebe, die Anderen zu lieben. Vergessen Sie nicht darüberzustehen, über den materiellen Dingen, über den materiellen Problemen, das ist so wichtig, meine Freunde!“

Ich weiß, es kommen immer wieder Probleme, es kommen immer wieder im Leben Fragezeichen oder gar Astgabelungen, dass man überlegen muss, welchen Weg gehe ich jetzt? Was will ich denn überhaupt? Und da hat Bruno Gröning gesagt, gefragt: „Wissen Sie, was Sie wollen?“ Der Reihe nach hat er die Freunde gefragt: „Wissen Sie was Sie wollen? Was wollen Sie denn? Was sollen Sie wollen?“ Und dann hat er gesagt, man soll nur das Gute wollen und nicht den gewissen Anfeindungen und Zweifeln das Ohr leihen. Auch uns, auch uns selbst sollen wir überprüfen, ob wir immer das Gute wollen. Oder ob uns Gedanken anfallen, wo der Mensch zu grübeln beginnt, wo er im Kreis herum denkt und kei-nen Ausweg weiß. Und da hat er gesagt: „Grübeln Sie doch nicht. Übergeben Sie, vertrauen Sie auf die Hilfe Gottes, das ist so wichtig!“ Auf die Hilfe Gottes zu vertrauen. Und oft nicht immer geneigt sein, den Anderen etwas zu erklären und solange ein Loch in den Bauch zu reden, bis er entweder sagt, lass mich in Ruhe, oder er sagt gar nichts und geht hinaus. Ist ja auch nichts. Also meine Freunde, und dann hat er noch gesagt, Bruno Gröning, man soll immer sprechen, wenn man gefragt wird und nie den Hang haben Anderen etwas mitzuteilen, etwas zu erklären, was er vielleicht gar nicht versteht und gar nicht akzeptiert. Und so ist unser Bestreben, den Anderen zu helfen und nicht zu beschwatzen. Ja, das ist so wichtig. Und er hat manche Leute gefragt, er hat ihnen das Mikrofon hingehalten und sie sollen etwas sagen, was sie irgendwie bewegt. Und eine Frau hat angefangen ihn zu loben und Gott zu loben und alles Mögliche. Und daher hat der Bruno Gröning sie unterbrochen und hat gesagt: „Ich will nicht be-schmust werden!“ Also man kann Andere auch entweder, man kann Andere so loben, dass es denen unangenehm wird, oder man kann Andere so in den Dreck ziehen, dass sie total, total zerknirscht und total unglücklich sind. Also man kann beides. Und Bruno Gröning hat gesagt, man soll achtgeben auf die Worte, die man spricht. Worte kann man nicht zurücknehmen, daher achten Sie darauf, was man sagt, achten sie darauf, wie man es sagt. Denn einmal ein ausgesprochenes Wort ist so wie ein Vogel, fliegt davon. Man kann es nicht mit tausend Entschuldigungen, kann man das falsch gesprochene Wort nicht mehr zurücknehmen. Und genauso ist es mit dem Denken, meine Freunde. Wir sollen unsere Gedanken lernen zu beobachten, lernen zu steuern. Wir sollen das Gute wollen. Und er hat gesagt, auch gesagt: „Viele Menschen sagen ja und meinen nein! Oder sie sagen nein, und meinen ja!“ Auch das ist schon eine Lüge, man soll zu sich selbst ehrlich sein. Man soll aber auch zu den Anderen ehrlich sein. Und man soll lernen dort zu schweigen, wo es notwendig ist. Wo man sieht, der Andere kann einem nicht folgen, da soll man lernen zu schweigen und lernen zu beten und all das Gott zu übergeben. Dann wird es richtig. Dann kommt der Andere mit. Ist schon interessant meine Freunde, oft ist man so von der eigenen Idee, von der eigenen Erkenntnis begeistert und glaubt, man muss unbedingt, die eigene Freude den Anderen mitteilen. Und dann ist man ganz erstaunt, ganz überrascht, oder auch ganz enttäuscht, wenn der Andere das nicht so mitbekommt, wie wir es gedacht haben. Daher hat Bruno Gröning gesagt: „Die Sprache der Zukunft ist das Schweigen. Die Sprache der Zukunft sind die Gedanken, die der Andere aufnimmt. Sind die Gefühle, die der Andere empfindet!“ Da gibt es keine Zweifel meine Freunde. Dann spürt man was der Andere meint, und der Andere spürt auch, was wir meinen. Ich will damit zum Ausdruck bringen, dass Bruno Gröning seiner Zeit weit voraus war. Seinen Freunden weit voraus war, und dass er so gehofft hat und auch gebetet hat, dass er verstanden wird. Er hat immer gesagt: „Ich kann Ihnen nur einen ganz einen kleinen Teil mitteilen, ganz einen winzigen Teil, sonst würden Sie mich nicht verstehen!“

Das muss man bedenken. Weil vieles, vieles, kann man mit Worten nicht ausdrücken, sondern nur mit Gefühlen, mit Einstellen, mit Beispielen. Dass man mit Beispielen, z.B. hat er es darauf angelegt zu diskutieren. Er redet und redet und redet und lässt den Anderen nicht zu Wort kommen. Er will sich selbst hören. Ist auch ein gewisser Zwang. Es ist fast eine Vergewaltigung, wenn der Andere immer nur redet und nicht zuhört. Man muss lernen zuzuhören, meine Freunde. Man muss lernen mehr nach innen zu fühlen, wie nach außen zu reden, das ist so wichtig. Und das wollte und will Bruno Gröning, dass wir endlich das Geistige in uns selbst, als Geistwesen erkennen. Uns selbst als Geistwesen akzeptieren, meine Freunde. Und dass wir auch lernen, die eigenen Fehler auszumerzen. Ich wurde z.B., ein Herr in Rosenheim hat z.B. ge-sagt: „Wozu brauchen wir Karma? Wir haben ja die Gnade Gottes.“ Hab ich mir gedacht, Moment, alles soll Gott machen? Und wir können uns alles erlauben und bekommen kein Karma, müssen kein Karma austragen, weil wir in der Gnade Gottes leben? Das macht es uns nicht leicht, meine Freunde. Wir sind für uns verantwortlich. Wir sind für jeden Gedanken, für jedes Gefühl, für jede Entscheidung verantwortlich. Und wir leben, um selbst Karma abzubauen. Das ist unsere Aufgabe. Und dann, wenn wir es getan haben, oder wenn wir darum gebittet haben oder wenn wir uns wirklich vornehmen wirklich uns zu ändern, dann kommt die Gnade Gottes, aber nicht umgekehrt meine Freunde. Wir sind der Anfänger. So wie im Fernseher sagen wir mal, so wie im Fern-seher, da werden verschiedene Programme ausgestrahlt oder empfangen. Ja, aber meine Freunde, wir bestimmen den Empfang des Senders. Das Programm bestimmen wir. Wir schalten entweder den einen Sender ein, oder den andern, und wir empfangen entweder das Positive, oder das Negative. Und wenn wir das Negative annehmen, und wenn wir uns so programmieren lassen, so kann man nicht sagen, wir sind in der Gnade Gottes, weil wir diese Gnade gar nicht annehmen. Es kommt immer wieder auf uns selbst an, wie wir reagieren, wie wir uns selbst beobachten. Wie wir selbst den Willen haben. Wie der Wille, so der Gedanke. Anders zu werden, gütiger zu werden, liebevoller zu werden im Geistigen und nicht jedes Wort auf die Waagschale zu legen. Das ist nämlich der größte Fehler, den ein Mensch machen kann, dass er jedes Wort, was er hört, auf die Waagschale legt. Und dann sich bemüht, seine Antwort, seine Interpretation zu erwidern, und dann kommt schon alles ins wanken. Dann wird schon vieles Negative gesprochen, was gar nicht notwendig ist, dass man ein Wort da-rüber verliert. Habt Ihr schon einmal nachgedacht, meine lieben Freunde, was Worte anrichten können? Was eingefleischte Meinun-gen anrichten können. Wo jeder, viele auf ihrem Standpunkt stehen bleiben und sagen, so ist es richtig, und so und so und so und so, hat sogar Bruno Gröning einmal gesagt, keiner hat recht. Keiner weiß, wie es richtig ist. Keiner weiß was wirklich im Geistigen geschieht. Er glaubt nur zu wissen. Also meine Freunde, bemühen wir uns den Anderen zu verstehen, aber bemühen wir uns auch, uns selbst zu verstehen. Wir sind selbst das große unbekannte Wesen, wo plötzlich Gedanken auftauchen, wo plötzlich Gefühle da sind, die wir nie gedacht hätten, dass sie in uns aufbrechen. Haben wir alles schon erlebt. Und daher ist es so notwendig, meine Freunde, den Weg bewusst zu gehen. Bewusst gehen heißt, dass wir uns immer wieder kontrollieren. Dass wir sozusagen das überlegen, was wir denken und dann, sozusagen präziser formulieren. Ein wichtiges Beispiel, ich hab schon immer, oft gesagt, Bruno Gröning zusammen mit Herrn Loy, er war der erste Obmann. Sie sind über die Pässe gefahren. Damals hat es ja noch keine Auto-bahn gegeben. Und da sind dann immer so kurvenreiche Strecken und auf einmal sagt der Herr Loy: „Achtung Bruno, eine Kurve kommt.“ Bruno bremst und bleibt stehen. „Ja, was fahrn’s denn nicht weiter Herr Gröning,“ hat er gesagt. „Na ja“, hat er gesagt, „ich warte, bis die Kurve kommt!“ So genau, er wollte uns dadurch zur Genauigkeit erziehen. Es ist wichtig, was wir mit bestimmen Worten ausdrücken, was wir in Wirklichkeit gar nicht meinen. Auch jetzt fahre ich mit dem Auto, sagt man doch, oder ich fahre mit dem Zug. Stimmt nicht hat der Bruno gesagt, stimmt nicht. Der Zug fährt mit uns. Das waren nur Anstöße meine lieben Freunde, Denkanstöße, dass wir nicht schlampig in unseren Worten sein sollen. Dass wir nicht ungenau in unserem Denken sein sollen. Denn jeder Gedanke hat Folgen. Denn wie der Gedanke, der Gedanke bewegt den Menschen zur Tat. Mhh, wenn wir etwas Verkehrtes denken, so machen wir was Verkehrtes. Wenn wir überhaupt abgelenkt sind und schon ist das Unglück geschehen, weil wir nicht geachtet haben, weil wir nicht auf unser Denk-werkzeug geachtet haben. Und schon ist das Unglück geschehen. Wir müssen bewusster leben, hat Bruno Gröning gesagt. Wir müssen selbstbewusster leben. Wir müssen achten, was wir denken, wie wir es denken. Was wir wollen, was wir planen. Und was dann unser Plan für eine Folge haben wird, oder kann, oder nicht? Also je bestimmter der Mensch denkt, umso bestimmter sind seine Taten und so bestimmter sind die Folgen. Es gibt keine graue Zone. Das ist das Interessante, man kann nicht sagen, lieber Gott, schau bitte weg. Gott ist in uns. Wir sind ein Teil Gottes und wir sind voll verantwortlich für das, was wir denken. Für das, was wir tun, für das, was wir planen. Das ist die Lehre, die geistige Lehre. Die Lehre Christi ist die Lehre Gottes. Gott, wenn Gott eine Se-kunde lang uns außer Acht lassen würde, eine Sekunde, wär unser Körper tot. Also mit vielen Sekunden, sind wir von Gott umgeben und von seiner Gnade, sagen wir mal bestrahlt, behütet sind wir, von seiner Gnade. Aber nur dann, wenn wir das Richtige tun. Wir sind der Gnade teilhaftig, wenn wir das Richtige tun. Übrigens, fällt mir ein, da ist Bruno Gröning gefragt worden, ist der Mensch der Gnade Gottes teilhaftig? Die Antwort war überraschend, schockierend. „Ja“, hat er gesagt, „der Mensch ist der Gnade Gottes teilhaftig, er darf immer wieder mit einem neuen Körper anfangen!“ Stellt euch das einmal vor, was Gnade Gottes bedeutet. Nicht, dass er weiß Gott mit Gold überschüttet wird, oder mit …… überschüttet wird, nein. Er darf noch einmal anfangen. Und in einem anderen Beispiel, vom 26.12.58, erklärt Bruno Gröning ganz deutlich, wenn wir bewusst leben, dann bringen wir die Erinnerung aus dem Vorleben mit, und können weiter aufbauen. Wenn wir aber nicht bewusst leben, so müssen wir immer wieder auf Erden verkörpert werden, immer wieder von vorne anfangen, und das ist schade, um die Zeit.

Also meine Freunde, wir sind nun mal auf dieser Erde, wir haben einen Körper bekommen, aber wir sollen lernen diesen Körper zu nutzen. Dahingehend zu nutzen, dass wir das Positive erkennen, dass wir uns charakterlich ändern hin zum Positiven und dass wir endlich, endlich spüren, was es heißt, die göttliche Kraft zu empfangen. Ich glaube für heute hab ich viel gesagt, sehr viel. Und es ist nur anzuraten, dass ihr, liebe Freunde, darüber nachdenkt, was es heißt, im Werk Bruno Gröning tätig zu sein. Es geht nicht allein um die körperliche Heilung. Es geht nicht allein, um die Gnade Gottes. Es geht nicht allein um das sogenannte Wunder. Es geht um das Leben, das wir leben. Es geht um die Harmonie, die wir in uns weiterverbreiten. Und auch anderen Freunden, durch unser Beispiel, nicht durch die Worte, sondern durch unser Bei-spiel, die anderen Freunde, die noch nicht so weit sind, die noch ihr irdisches Leben leben, in Erstaunen zu versetzen. Von dem wort-losen Beispiel, um das geht es. Bruno Gröning hat gesagt: „Ich gehe nicht nur zu den Freunden, ich gehe auch zu den Feinden. Die behaupten, meine Feinde zu sein und zeige ihnen, dass das nicht in Ordnung ist!“ Ein Beispiel war, dass da ein Reporter sehr schlecht über Bruno Gröning geschrieben hat. Der ist dann einsichtig ge-worden und ist zu Bruno Gröning gekommen und hat gesagt: „Herr Gröning, ich weiß, das, was ich getan hab, war nicht in Ordnung. Können Sie bitte noch einmal mir verzeihen?“ „Verzeihen“, hat Bruno Gröning gesagt, „nein ich brauche Ihnen nicht zu verzeihen, denn ich war Ihnen nie böse. Daher brauche ich nicht zu verzeihen!“ Und jetzt im Nachhinein haben wir beobachtet, dass alle, alle die Bruno Gröning geschadet haben im Leben vor ihrem Tod, furchtbar ihre Taten bereut haben. Und daher muss ich noch einmal sagen meine Freunde. Leben wir stets so, denken wir stets so, handeln wir stets so, dass wir in der letzten körperlichen Stunde nichts bereuen müssen. Ja, und daher sagt der Bruno Gröning auch: „Leben Sie stets so, als wäre es Ihr letzter Tag!“ Das ist auch eine sehr große Mahnung meine Freunde. Das ist die Lehre und das ist die Aufgabe. Jeder für sich hat die Aufgabe, das für sich selbst in die Tat umzusetzen. So wie auch schon Jesus Christus gesagt hat: „Jeder sieht nur den Splitter im Auge des Anderen, aber den Balken im eigenen Auge sieht er nicht!“

Also, man muss viel selbstkritischer sein, man muss viel mehr beobachten, man muss die Gedanken beobachten. Man soll sehr, sehr, genau werden. Man soll nicht einmal den Anderen in Gedanken abwerten. Ach der, was geht mich der an. Ist schon wieder ein Verurteilen. Also, man soll nicht aburteilen, indem man auch den Anderen abwertet. Man weiß nicht, was der Andere in sich hat. Was der Andere denkt, was der Andere sich wünscht, was der Andere möchte. Wo er an sich selbst zweifelt und sagt, das kann ich ja sowieso nicht. Und damit wertet er sich selber ab, meine Freunde. Also, nicht selbst abwerten, aber auch nicht selbst überheblich sein. Man soll immer der Wahrheit, der eigenen Wahrheit ins Auge sehen und man soll immer danach trachten, sich vollkommen neutral zu beobachten, das ist so wichtig. Und immer den Mittelweg gehen, hat Bruno Gröning gesagt. Der Mittelweg ist der normale Weg. Der Weg, der zum Erfolg führt. Wir haben sehr viel negative Beispiele leider, wo die Menschen sich überschätzen. Wo sie glauben, sie haben recht und jeder Andere nicht. Aber das ist nicht unser Problem. Unser Problem ist und bleibt, wir selbst. Wir selbst, meine Freunde. Alles andere lassen wir nicht an uns herankommen. Und das ist interessant, so wie wir denken, so wie wir handeln, so wie wir fühlen, so ist dann unsere Zukunft. Ob gut, ob wir Erfolg haben, wenn wir von Erfolg überzeugt sind und um die Führung bitten, dann werden wir das bekommen, was wir uns wünschen. Der Herzenswunsch hat Bruno Gröning gesagt, ist so wichtig. Der Herzenswunsch, das wird das Gute natürlich, dann bekommen wir das Gute. Wenn wir uns das von Herzen wünschen, und wenn wir das auch für die Anderen tun. Ein Beispiel, wenn wir Helfer sein können, wenn wir den Anderen ohne Worte, Beispiel sind. Ich weiß, das ist nicht leicht und ich weiß auch, dass wir immer wieder vom Negativen in Versuchung geführt werden. Wo Bruno Gröning sagte: „Der Mensch wird immer wieder angegan-gen, immer wieder in Versuchung geführt! Und immer wieder muss er lernen zum Guten zu stehen, dann wird er auch Erfolg haben!“ Ja, die Worte vom Bruno Gröning, die müssen verstanden werden. Und wenn er trotzdem gesagt hat: „Ich kann Ihnen nur einen ganz kleinen Teil sagen!“ So müssen wir mit Ehrfurcht denken, ja, was ist denn dann die wirkliche Wahrheit? Was ist denn dann wirklich unsere Aufgabe? Wenn er uns nur einen kleinen Teil sagen durfte? Das ist traurig, dieser kleine Teil hat schon genügt, um Spaltungen hervorzurufen und verkehrte Auslegungen zu sagen und zu behaupten, wir in Österreich haben es da leichter. Wir in Österreich stehen nicht auf dem Standpunkt der Behauptungen. Z.B. meine Freunde, das, was ich sage, so hat Bruno Gröning auch gesagt: „Ihr braucht es mir nicht glauben, aber überzeugt euch davon, von der Wahrheit!“ Bruno Gröning hat sogar bei sich selber gesagt: „Ihr braucht mir nicht zu glauben, aber überzeugen Sie sich davon und überzeugen Sie sich von der Wahrheit. Und verfallen Sie in keinem Irrtum, verfallen Sie keinen Irrtum“, hat er gesagt, „und bleiben Sie bescheiden!“

Zu mir hat er gesagt auch: „Fredy, immer bescheiden bleiben“, hat er zu mir gesagt, „nie hochmütig werden!“ Das höre ich immer in meinen Ohren. Oder die andere Seite. Wenn etwas ist, wo ich Mut haben soll, wo ich mich entscheiden muss, über größere Dinge. Und ich sage z.B., ich weiß nicht Bruno. Ich weiß nicht, soll ich das machen oder soll ich dies nicht machen? Sagt er: „Fredy, bist du schon wieder feige?“ Nein, und dann weiß ich, dass es so sein soll, meine Freunde, so sein soll, wie es geführt wird. Ganz zum Schluss möchte ich hier ganz kurz sagen, dass wir ein geistiges Zentrum, ein Objekt haben, wo wir die Zentrale von Bruno Grönings Lehre, wo die Freunde kommen können, wo wir Veranstaltungen haben werden, wo wir das Gute, wirklich das Gute für die Freunde in die Tat umsetzen. Dieses Objekt besteht, es wird noch hergerichtet für die richtigen Zwecke. Dann, wenn es so weit ist, machen wir die Eröffnung. Aber das Ganze ist auch eine Führung gewesen und das Ganze ist der innigste Wunsch vom Bruno gewesen, dass es einen Ort gibt, wo die Freunde Kraft aufnehmen können. Da hat er von Heilstätten gesprochen. Heutzutage sagen wir, die Stätte der Begegnung, die Stätte der Kraft, die Stätte der Ruhe. Und das war und ist ein Wunsch von Bruno Gröning, den wir gemeinsam, mit meinem Freund Helmut ……, ich muss es ja erwähnen, weil alleine hätte ich es nicht geschafft. Zusammen mit meinem Freund Helmut …… in die Tat umsetzen können und dürfen. Und das ist eine sehr, sehr schöne Sache, ihr werdet es in Zukunft erleben. Ich möchte nicht auf Einzelheiten eingehen, ich möchte nicht die ganze Führung, die dazu geführt hat schildern, aber Bruno Gröning hat gesagt, wie das angefangen hat: „Es ist in Ordnung und macht es zusammen, traut euch! Und sei nicht feige!“ Mhh ja, so ist es. Und in einigen Monaten können wir, wenn wir die Führung haben und wir haben die Führung, die ganze Sache offiziell eröffnen. Und ihr seid heute eingeladen meine Freunde. Und ohne göttliche Hilfe und ohne göttliche Führung hätten wir es nicht geschafft. Ich möchte noch etwas ganz kurz erwähnen, von Wien. Wir sind zusammen mit Bruno Gröning an einem Tisch gesessen und Bruno Gröning schaut so vor sich hin. Und wenn er so vor sich hingeschaut hat, dann hat er die Zukunft gesehen. Und plötzlich greift er in seine Tasche und nimmt sein Geldbeutel heraus und gibt der Lilo zehn Schilling, ein zehn Schilling Stück, ein silbernes. Damals war mehr Silber drin. Und hat ganz deutlich gesagt: „Zum Vermehren!“

Haben wir keine Ahnung gehabt, was er meint, zum Vermehren und da hat er schon die Zukunft gesehen. Und immer wieder hat er zu mir gesagt: „Willst du mir helfen? Und ich hab immer wieder ja gesagt. Na gut das ist die Führung Gottes. Das ist natürlich nur zusammen mit meinem Freund ……, unser gemeinsames Erbteil eingesetzt haben. Weil man braucht ja auch Kapital dazu, ist selbstverständlich. Ich habe meinen Erbteil in Wien verkauft und er hat seinen Erbteil zur Verfügung gestellt. Und gemeinsam schaffen wir dieses Zentrum, wo wirklich das Gute, nur das Gute Platz hat und wo wirklich diese Energie aufgenommen wird. Die da ist, wenn wir das Gute wollen. Und Bruno Gröning hat ja auch ganz kurz immer gesagt: „Ich muss ja auch den Raum erst aufladen, bevor die Freunde kommen!“ Und um diese Aufladung geht es ja auch. Dass wir dieses Zentrum der Begegnung, der Begegnung des Guten, der Begegnung der Wahrheit, der Begegnung mit uns selbst, mit unserem Geistigen, finden und schaffen und in die Tat umsetzen. Ganz kurz habe ich das jetzt mal erwähnt. Und dann noch etwas, am 11.6. findet bei uns die Hundertjahrfeier von Bruno Grönings Geburtstag statt. Am 11.6. das ist ein Sonntag. Und da kommen wir jetzt wieder hierher, nach dieser Feier. Im Juni ist nichts bei uns in Klagenfurt. Sondern alle sind eingeladen, sich mit uns zu freuen. Und wenn Sie sich wirklich gerne darauf freuen, dann wird es geführt, dass wir bei uns in Klagenfurt mit dabei sind, zum 100. Geburtstag von Bruno Gröning.

Unbekannt: „Wann hat der Bruno Geburtstag gehabt?“

Fredy: Am 30. Mai 1906.

Unbekannt: „Warum feiert ihr eigentlich den Geburtstag von Bruno so groß?“

Fredy: Ja, weil es sein 100. Geburtstag ist.

Unbekannt: „Ja schon aber, wieso ist das so wichtig?“

Fredy: Freunde, dauernd werden die Hunderter gefeiert. …… wird gefeiert. Hundertfünfzigster Geburtstag …… Weil der Mensch seinen Körper braucht. Einen von Gott geschenkten Körper.

Unbekannt: „Er hat ihn ja nicht mehr und ihr tut immer noch feiern?“

Fredy: Wir feiern ihn, weil wir dankbar sind.

Unbekannt: „Dass er herkommen durfte und eine Mission gehabt hat. Auf dieser Erde, auf der wir heute leben. Das ist schon ein Grund zu feiern, hundert Jahre. Es war ja eine Gnade Gottes, dass er da herkommen durfte. Und dass er das auf sich genommen hat. Er hat genau gewusst, wie schwer er es haben wird.“

Fredy: Er ist bewusst auf diese Erde gekommen. Und wir können nur dankbar sein, dass er vor hundert Jahren, diesen Körper von Gott bekommen hat.

Unbekannt: „Es wird ja immer gefeiert, entweder aus Dankbarkeit, Freude, hauptsächlich Dankbarkeit.“

Fredy: Der Heilige Abend ist ja auch eine Geburt, in Wirklichkeit.

Unbekannt: „Feiern wir jedes Jahr.“

Fredy: …… Aus Dankbarkeit, dass uns Bruno Gröning geschenkt wurde.

Unbekannt: „Dass uns unser Weg zu ihm geführt hat. Können wir wirklich dankbar sein.“

Fredy: ……

Musik: Rybin Chor wir beten an die Macht der Liebe